Tullibardine ist nicht die älteste schottische Brennerei, in Bezug auf den ersten Schritt der ersten Whisky-Produktion ist sie jedoch der Methusalem der Branche. Als König James IV von Schottland im Jahr 1488 in Blackford anhielt, um Bier von der örtlichen Brauerei zu kaufen, wusste er wahrscheinlich nicht, dass man sich an diesen Vorfall noch hunderte Jahre später erinnern wird.
Aber sein Aufenthalt führte zu einer sehr ehrenvollen Auszeichnung: Im Jahr 1503 wurde die Brauerei, die schon lange Zeit zuvor, nämlich im 12. Jahrhundert,
erbaut worden war, von James IV mit dem ersten Royal Charter für seine fantastische Bierproduktion ausgezeichnet. Die originalen Brauereigebäude wurden 1947 von William Delme Evans in die heutige Tullibardine Destillerie umgewandelt. 1949 wurde hier der erste Rohbrand produziert.
Brody Hepburn kaufte Tullibardine im Jahr 1953, wurde aber 1971 selbst von Invergordon Distillers aufgekauft. Diese verdoppelten die Stills von zwei auf vier
und erhöhten so die Kapazität und machten die Marke Tullibardine berühmt.
Als Tullibardine 1993 von Whyte & Mackay übernommen wurde, dauerte es nur ein Jahr, bis die Destillerie eingemottet wurde. Erst zehn Jahre später nahm Tullibardine die Produktion wieder auf, nachdem sie von einer privaten Vereinigung für 1,1 Millionen Pfund erworben wurde. Seit 2011 ist die Destillerie im Besitz der französischen Wein- und Spirituosengruppe Picard Vins & Spiritueux, die ebenfalls die Whisky-Marke «Highland Queen» besitzen. Im Jahr 2013 wurde die Kernpalette von Tullibardine komplett umgestaltet: Tullibardine Sovereign, Sauternes, Sherry und Burgundy, alles Single Malts ohne Altersangabe, wurden
eingeführt.
Der Tullibardine Sovereign ist das Aushängeschild der Tullibardine Distillery in den schottischen Highlands.
Der 15-jährige Tullibardine ist einer von wenigen Whiskys mit Altersangabe aus der Highland Brennerei.
Tullibardine 18 Year Old wurde in einer Kombination aus Bourbon- und Sherry- fässern gereift.
Der Tullibardine 500 Sherry Finish reifte in Ex-Bourbon Fässern bevor er in 500 Liter Sherry-Butts sein namengebendes Finish erhielt.
Der Tullibardine 225 Sauternes Finish reifte erst 6-8 Jahre im Bourbonfässern und wurde während 12 Monaten in Château Sudiraut Sauternes Fässern veredelt.
Der Tullibardine 228 Burgundy Finish reifte erst in Ex-Bourbon, dann in Pinot Noir Fässern.
Die nächste limitierte Ausgabe der Tullibardine Marquess Collection ist ein 2008 Châteauneuf -du-Pape-Fass- Finish.